Mark Fisher – Strategies against Capitalist Realism

Please let me invite you on behalf of the Englische Seminar at the RUB to a talk by Mark Fisher (Goldsmiths College, London). He is the author of Capitalist Realism (2009) and writes about music, theory and film for Frieze, The Wire and Film Quarterly among others.

Mark Fisher will be talking about the central hypotheses from Capitalist Realism and how events such as the G20 protests in 2009 and the student protests in 2010 have altered the dominant ideology of contemporary Britain.

Mark Fisher – Strategies against Capitalist Realism

23 May 2011

4pm – 6pm

GABF 04/411

Ruhr- Universität Bochum

The sweetest post ever

Zur Begrüßung an dieser Stelle der Hinweis auf ein wenig Cuteness-Forschung:

The present study investigated the development of preference for baby schema in humans by examining the recognition of the cuteness of baby faces; two studies were conducted to examine whether childrens evaluation of cuteness differed from that of adults. Facial photographs not only of humans (Homo sapiens), but a chimpanzee (Pan troglodytes), rabbits (Oryctolagus cuniculus), dogs (Canis familiaris) and cats (Felis sylvestris catus) at different ages were used as stimuli. The volunteers were requested to rank these photographs in order of cuteness.

Was sagen uns die ehrwürdigen Herren vom Tatort, die bald sterben, also? Sie weisen darauf hin, daß wir immer noch kein Ersatzmodell für die Organisation von Kulturproduktion haben, sondern davon profitieren, daß sie, die Alten, die Kulturproduktion nach wie vor durch die klassischen Verwertungskanäle bezahlen. Wenn sie mal weg sind, rappelt es im Karton: Dann stehen die Künstler mit Flattr, prekären Live-Performance-Verhältnissen, Werkverträgen oder einem unausgegorenen Flatrate-Konzept da. Jedes einzelne dieser Modelle stellt Urheber schlechter als das aktuelle Modell. Das ist schlecht für die Urheber. Ja, auch für die von Software, deren Fröhlichkeit in ihrer Werksvertrags-Knechtschaft den anderen Urhebern gerade die Preise ruiniert und die gar nicht merken, daß sie möglicherweise wertvoller sind.

Das Argument “jetzt ist digital, das muß man mal verstehen, da ist das eben so” ist eins, das ich von Hackern oft höre, aber eigentlich von dümmeren Menschen erwarten würde. Gar nichts ist jetzt eben so, außer Kapitalismus, Interessen und Machtverschiebungen.

Vigilien

Birkenpracht

Ich war in Essen, beim wirklich sehr schönen Swingfest. Zwischendurch bin ich gewandert, einmal durch den verkaufsoffenen Sonntag, dann zur Firmenzentrale von ThyssenKrupp. Es ist ein Prachtbau, wie fast alles im Ruhrgebiet: weite Flächen, klare Wege die Unmöglichkeit, sich zu verlieren. Hinter dem Hauptgebäude sieht man ein Birkenwäldchen, gegenüber der Plaza führt eine Treppe auf einen halbverwilderten Parkplatz.



Die ‘Revolutionen’ in Ägypten und Tunesien habe ich über UMTS mitverfolgt, weil wir temporär keinen Netzzugang in der Wohnung hatten. Es war merkwürdig, die Nachrichten ohne die Choreographie der Bilder zu erfahren, weniger euphorisch. Aber dass die Euphorie dermaßen unangebracht sein könnte, hätte ich dann doch nicht gedacht:

The Higher Military Council will also ban meetings by labour unions or professional syndicates, effectively forbidding strikes, and tell all Egyptians to get back to work. (Reuters)

Scheinbar waren die Streiks doch wichtiger, als es das deutsche Kommentariat angenommen hat.