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Konsens ist nach Rancière keine Art, sich zu einigen, sondern ein Regime der Aufteilung des Sinnlichen – und zwar in der gegenwärtigen Form ein schlechtes. Konsens im Sinne Rancières ist das Gegenteil von Demokratie, eine Vereinheitlichung des Vielfältigen.

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Achja, da darf jemand in der Süddeutschen einen Artikel über das Revival von Krautrock schreiben. Als ob der jemals verschwunden wäre.
Als ich zu Anfang des Jahrtausends in Manchester gewohnt habe, gab es einmal einen Sondernewsletter von Piccadilly Records. Der Inhalt: Johnny Marr ist im Laden gewesen! Und hat Krautrock gekauft! Das nur als Anekdote, denn wie man die kommende CD von Seeland (Genau! Ein Neu!-Zitat) in einem solchen Artikel nicht erwähnen kann, ist mir ehrlich gesagt, ebenso schleierhaft wie die Beschreibung, Krautrock bestehe aus einem “Nebel (…) endlos dahinwabernder Songs”.

The Rhetorical Bailout

The Treasury opened its window to help. They pumped a hundred and five billion dollars into the system and quickly realized that they could not stem the tide. We were having an electronic run on the banks. They decided to close the operation, close down the money accounts, and announce a guarantee of $250,000 per account so there wouldn’t be further panic and there. And that’s what actually happened. If they had not done that their estimation was that by two o’clock that afternoon, five-and-a-half trillion dollars would have been drawn out of the money market system of the United States, would have collapsed the entire economy of the United States, and within 24 hours the world economy would have collapsed

Wenn in dreißig Jahren die Archive über die Finanzkrise geöffnet werden, gibt mir dann jemand Bescheid, ob diese Geschichte stimmt? (via boingboing)

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Mal wieder Zweifel. Dabei tut “Milk” doch eigentlich alles, um die Zweifel aufzuheben und zwar in der Art und Weise, wie sich seine Hauptfigur vom nichtssagenden Scrivener zur Ikone wird. Dabei geht leider das verloren, was ich an Filmen von Gus van Sant in den letzten Jahre geschätzt habe. Die Darstellung des Driftens, der Charaktere, die immer ein wenig quer zu allem stehen, ohne gleich wie in “My Private Idaho” die bessere Welt darstellen zu müssen.
Doch wo würde das Driften in “Milk” hinführen? Vermutlich wirklich in die Schwulensaunas, von denen Michael Sicinski im neuen Cargo annimmt, dass sie nur deswegen genau wie die Stonewall Riots nicht im Film auftauchen, weil sie der großen liberalen Erzählung nur im Weg stehen würden.
Wodurch man dann wenigstens mit seinen Zweifeln nicht alleine dasteht.