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Eine kleine Szene in Studio 60 on the Sunset Strip scheint mir bemerkenswert. Der Chefschreiber sitzt in schwarzem Anzug gekleidet seines Gagschreibern gegenüber, die eigentlich nur ein Thema kennen: George W. Bush, das kleinste gemeinsame Übel aller. Wohl eine der Randauswirkungen der “You’re either with us or against us”-Stimmung, aus der es leider nicht so wirklich ein Entkommen zu geben scheint. Dumm nur, dass die Gegner der Bigotterie diese mit dem ältesten Mittel überhaupt, dem unhintergehbar Realistischen bekämpfen wollen. Trotz der offensichtlichen Hommage an “Network” verkneift sich Studio 60 alle Genreparodien und bietet stattdessen Authentizität pur. Schade eigentlich. Aber heute abend startet ja die tapfere Miss Mars in neue Abenteuer und ihre Versetzung aufs College öffnet gleich ein neues Genre der Ausplünderung durch Rob Thomas. Go Pirates!

One comment

  1. Ja, die postmodernen Sensibilitäten muß man bei Sorkin zurückstellen, bei ihm geht’s immer 1:1 um making in the real world. Sonst hätte das bei einem großen Network auch keine Chance.
    Gerade im West Wing, vor allem in der Bartlett-Figur, steckt ja eine starke nostalgische Sehnsucht, what would the founding fathers do?. Oder die Angriffe auf christlichen Fundamentalismus, die sind ja nicht als anti-religiös zu verstehen.
    Und Inhalt und Form befinden sich da absolut in Übereinstimmung, von einigen selbstreferentiellen Touches mal abgesehen. (In einem Dialog der letzten Folge z.B. “Wir sollten das im Gehen besprechen”, kurz danach sieht man sie im West-Wing-Stil über die Gänge wetzen.)

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