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Genug der IT-Beschwerden. Auf dem Cover der nächsten De:Bug ist Dietmar Dath in inniger Umarmung mit Christian Kracht zu sehen. Gemeinsam sollen die beiden haben, dass es ihnen gelungen sei, abseits von Popschnöselei und gutbürgerlichem Blahblahblah eine eigene schriftstellerische Stimme zu finden. Bei Dath bewundere ich allerdings zuerst die Nonchalance: im Interview mit der Polar bezeichnet er seinen Job bei der FAZ, für den sich vermutlich eine Menge Leute ein Bein ausreißen würden, als simple Notwendigkeit, um sein Schrifstellertum zu finanzieren. Derbe Respekt, Alter.

Nicht finden wird man diese beiden Stimmen der jungen deutschsprachigen Literatur vermutlich in unserer tollen Stadtbücherei, die zwar kein einziges Buch von Adorno, dafür die unterhaltsame Anleitung zum gemeinsamen Pixelslashing “Der Weg zur gelungenen LAN-Party” für die pickligen Leser bereithält. Das kann ich mir gut vorstellen. Endlich hat es der 14jährige Sprößling geschafft, seinen Ingenieurs- und Verwaltungsbeamteneltern den Partykeller für ein Wochenende Quake XCVI abzuschwatzen, entdeckt ein um das Gelingen der Freundesparty besorgter Elternteil das Buch und bringt es mit nach Hause. Was der Sohnemann dort wohl finden mag? “Halten Sie reichlich Cola und Knabberkram für ihre Gäste bereit. Denken sie jedoch auch an eine ausreichende Menge Strohhälme, damit der Genuß der Zuckerbrause nicht zu einer Feuerpause führen muss.” ???

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