.

Bei den stichwortgebenden Intellektuellen begreifen nur wenige, zu denen eben Dietmar Dath gehört, wo es in Deutschland demnächst langgeht. Die Mehrheit will einfach nicht wahrhaben, daß sich die dritte Republik in einem heimlich ausgetragenen Klassenkampf befindet.

Powered by Bleezer

3 comments

  1. Ja.
    Als bestünde keine Notwendigkeit, wenigstens eine andere Sprache zu sprechen als die der sogenannten Reformer.

  2. REPLY:
    Damit sprechen Sie natürlich ein schwieriges Thema an, denn bis heute bin ich mir nicht sicher, welcher Sprachduktus dem angemessen wäre. Daths letzter Roman verzichtet dann auch darauf, die Problematik der sprachlichen Vermittlung zu thematisieren, indem er ganz zu Beginn seinen Protagonisten eine lebensverändernde Entscheidung mit Stalins Ansichten zur Sprache begründen lässt und die These seines Romans auf der Quantenphysik aufbaut.

  3. REPLY:
    Ich glaube nicht, daß er sich drückt. Sein großes Thema, und da ist er so auf der Höhe der Zeit, daß man gar nicht weiß: Prägt er sie schon oder prägt sie noch ihn — ist Komplexität und die Hilflosigkeit unseres Umgangs damit.

    Es ist ja kein Ausweichen, von Quanten und Zellulären Automaten zu sprechen, wenn alle Welt von einem dauerhaften wirtschaftlichen Ausnahmezustand mit im Wesentlichen zwei simplen Ursachen spricht.

    Der neue Klassenkampf ist ja einer der Herrschaft, und zwar der Herrschaft unterkomplexer Theorien. Nicht hungrige Mäuler empören sich diesmal von unten, sondern dumme Köpfe empören sich von oben über Lebensformen, die weniger aggressiv oder zumindest weniger erfolgreich sind und die sie als Klötze am Bein empfinden und deswegen sanktionieren.

    Die strategische Frage ist, wie man reagiert auf so etwas. Das Argumentieren gegen nicht falsifizierbare Theorien wie die vulgären Neoliberalismen ist einfach fruchtlos. Man hat es ja auch mit Gegnern zu tun, die sich nicht irren können. Es ist vollkommen undenkbar, daß Guido Westerwelle (als Prototyp genommen) sich je irrt, denn man braucht ein Mindestmaß an Format, um sich zu irren.

    Was also macht man, wenn man nicht mehr aufklären kann? Dath antwortet immer wieder: Wild denken, ausnutzen, daß man schlauer ist und übrigens, anders als der Gegner, noch weiß, was Freundschaft ist. (Letzteres ja ein nicht zu vernachlässigendes, immer wiederkehrendes Thema.)

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s