SPEX is a fat bitch?

“Rich gets richer, poor gets poorer” ist das letzte Sprachsample in “That Right ain’t Shit” von The Books. Und während das hier läuft, muss ich ständig an Peter Scheiffeles Artikel in der neuen SPEX denken:

“Verglichen mit der selbstaufklärerischen Tendenz von >>DSDS<< entpuppt sich ein Magazin wie SPEX als die noch dümmere Einrichtung, einfach weil sie die selektive Rekrutierungslogik ihres Bezugsfeldes nicht so offen legt. Den Weg der Ausgeschiedenen zu beleuchten, würde bedeuten, die liegen gebliebenen Unmengen von Demotapes, Schreibversuchen, Praktika oder Filmprojekten herauszustellen und das Glamourversprechen mit der in der Wahrscheinlichkeitsrechnung versteckten Ideologie kurzzuschließen.”

Diese überraschende Fähigkeit zur Selbstreflexion zeigt sich auch einige Seiten vorher in Doris Achelwilms Artikel über Die Goldenen Zitronen, dessen Layout sorgfältigst die Anzahl der benötigten Zeilen dokumentiert und dankenswerterweise daran erinnert, dass auch die SPEX nach eben diesen Einheiten bezahlt, auch wenn laut Chefredakteur die Schreiberlinge dies gar nicht nötig hätten.

Und bevor man mich jetzt der mikrokosmischen Irrelevanz beschuldigt, möchte ich zu meiner Verteidigung auch noch gerne auf Steve Wrights Artikel über Immaterielle Arbeit aus dem Mute Magazine hinweisen:

“Maurizio Lazzarato’s discussion of ‘Immaterial Labour’ was perhaps the first extended treatment of the topic to appear in English. Part of an important anthology of Italian texts published in the mid ‘90s, Lazzarato’s work defined the term immaterial labour as ‘labour that produces the informational and cultural content of the commodity.’ If the ‘classic’ forms of this labour were represented in fields like ‘audiovisual production, advertising, fashion, the production of software, photography, cultural activities, and so forth’, those who perform such work commonly found themselves in highly casualised, precarious and exploited circumstances, as part of what, more recently and in certain Western European radical circles, has come to be called the ‘precariat.'”

Die nötige Verknüpfung wird wohl jede(r) selber ziehen können, oder?

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