Schwitt’R’us?

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Neulich habe ich in einem weltbekannten Klangklötzchenschieber-Forum einen schwedischen Musikstudenten kennengelernt. Er würde einen Essay über Matmos schreiben, ob ich ihm weiterhelfen könnte. Hab ich natürlich getan. Nicht dass ich wirklich ein Fan von dieser CultStud-Schreibe über Pop wäre, die darauf hinausläuft, im Bravo-Leserbrief-Stil die Zitate auf den ersten beiden Blumfeld-Platten zu identifizieren, aber Matmos…..das ist was anderes.

Zwar sind auch Drew Daniel und Martin Schmidt Gesandte im Dienste der Bricolage, doch wo Blumfeld den Bücherschrank der Eltern nach Punchlines geplündert haben, haben Matmos einfach mal das Umblättern mit dem Sampler archiviert. Und das war nur der Anfang, es folgten Hurdy-Gurdys, Liposuktionen und ein Theremin, das von einem Glas voller Schlangen gespielt wurde.

Wer wissen will wie das klingt und warum man den Darmtrakt einer Kuh nicht mit auf Tour nehmen kann, sollte sich das umwerfend tolle Videoportrait ansehen, das Jon Whitney für Brainwashed gedreht hat.

Discipline


Aus der heutigen Jungle World:

“Der berühmte TG-Blitz provozierte hemmungslos die Vermutung, TG seien eine neofaschistische Vereinigung, das Logo ihres Labels »Industrial Records« zeigte den Schornstein in Auschwitz, und in Anlehnung an die »Arbeit macht frei«-Poesie der Nazis kamen TG mit oberzynischen catch phrases wie »Industrial Music for Industrial people«, »Education through pain« oder »Making music for psychic youth« daher. Dass Linke diese überdrehte TG-Ästhetik vielfach nicht verstanden – Linke brauchen schließlich geordnete Weltbilder –, das kann man sich ja denken.”