Noch mehr Susan…

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Das letzte halbe Jahr wird als Popkulturkritikkritik-Ding in zahlreichen “Ich war dabei”-Büchern alternder Männer am Anfang der Lebensmitte seinen Platz gefunden haben. Nachdem Tim Stüttgen bereits mehrfach Bilanz seiner Journalisten-Karriere gezogen hat, äußert sich heute Andreas Hartmann:

” Popjournalismus, so wie wir ihn kennen, hat stets etwas mit Besser- und Bescheidwissen zu tun, es wird ja geradezu verlangt, meinungsstark und als Rechthaber aufzutreten, in der Poprezeption ist der Auftrumpfer König. Logisch, dass sich vor allem Jungs scharenweise dazu berufen fühlen, von sich und ihren Geschmacksurteilen zu erzählen. Dass unter diesen Bedingungen Mädchen im Popjournalismus nicht mitmachen wollen bzw. dürfen, ist nur eines der Symptome für die Krise, in der dieser steckt. Was sonst alles schief läuft, immer mehr unhinterfragt hingenommen wird oder ganz entsetzlich ist, das wird in den unterschiedlichen Essays des »Popjournalismus«-Readers immer wieder angesprochen.”

Herr Hartmann hat dieser Problemlage dann auch gleich noch etwas hinzuzufügen, die Popjournalisten gehen nämlich nicht mehr vor die Tür und wenn doch endet der Radius am Briefkasten mit neuen Promo-CDs:

“Um das »Andere« geht es hier längst nicht mehr, obwohl das behauptet wird, über Franz Ferdinand, Arctic Monkeys, Tomte und die neue Platte des Rappers mit noch mehr Schussnarben als 50 Cent berichten in Wahrheit längst auch die Feuilletons, und meist noch besser. Andererseits gäbe es das wirklich »Andere« ja noch. Besser gesagt: Es gibt es mehr denn je. Davon kriegen jedoch nur noch diejenigen etwas mit, die Tag und Nacht in Internet-Tauschbörsen herumkramen oder den englischen Wire lesen. Oder echte Special-Interest-Popmagazine. Im Fachmagazin für HipHop, Reggae, Jazz oder der De:Bug, die im März ebenfalls ein Jubiläum und ihre hundertste Ausgabe feiert, hat man zumindest noch den Anspruch, immer wieder Neues zu entdecken und Platz für Acts, Szenen und Phänomene freizuschaufeln, die den Feuilletons und den Popmagazinen mit subkulturellem Allgemeinheitsanspruch zu abseitig sind. “

Für diese Worte bin ich ihm dann doch dankbar, endlich mal einer der sagt, dass man hier, hier und hier interessanter über ……………… informiert wird als woanders. Und hier und hier und ebenso auch hier und……

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