Maple Leaf

Der Nachteil diverser Lernbemühungen ist die Entwicklung dessen, was ein Ex-Nationaltorwart nach eigenem Diktum einen “Tunnelblick” nennt. Man bekommt einfach nicht mehr soviel mit. Vollkommen überraschend kommt für mich daher die Entdeckung des wundervollen Labels Ahornfelder aus Leipzig:

“the label ahornfelder releases compositions which aim at creating a field. it is a combination between sound and music, noises and harmonies, patterns and deconstruction, academic approaches and melodic songwriting.”

Soweit, sogut. Nun trifft diese Beschreibung vermutlich auf jede Form von Musik zwischen dem Tatort-Soundtrack und Luigi Nono zu, was die Releases von Ahornfelder für mich so anhimmelnswert macht, ist ihr verspielter Einsatz von Field Recordings. Yuchiro Fujimoto fügt in das rhythmische Gerüst sparsam angeschlagener Gitarren-Akkorde Aufnahmen des Blätterraschelns eines Novemberspaziergangs. Sinebag wiederum benutzt Piano-Aufnahmen, die er sorgfältigst rearrangiert.

Besonders zu Dank verpflichtet bin ich den Labelchefs dann auch für ihren Link zum Tokafi-Fanzine aus Münster. Wer sich also ärgert, dass Skug nur zweimonatlich erscheint, Auf Abwegen noch seltener und dass Dan Warburton seine Texte für The Wire nicht bei Paris-Transatlantic einstellt, dessen Zeit sollte damit eigentlich gut genutzt sein.

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